Zähneknirschen

Kennen Sie das Gefühl am Morgen?

Der Wecker klingelt, sie wachen auf und Ihr Nacken ist verspannt; vielleicht schmerzt der Kopf und ein Stechen geht von den Schläfen bis in die Ohren.

Beim Gähnen knackt es im Kiefergelenk.

 

Was sind die Ursachen?

Die Spannungen ungelöster Probleme, Belastungen, Ärger und Sorgen werden nachts durch die Zähne verarbeitet. Es kommt zum Knirschen (Mahlen) der Zähne oder zum Aufeinanderpressen der Zähne.

Die Folge ist eine erhöhte Abnutzung der Zahnhartsubstanz v.a. im Bereich der Zahnhälse (Kälteempfindlichkeit), der Rückgang des Zahnfleisches, eine übermäßige Belastung der Kiefergelenksbandscheibe und eine Verspannung der Kau-, Hals, Nacken- und Rückenmuskulatur. Begleitet wird diese Muskel-verspannung häufig von Kopfschmerzen.


Was kann man dagegen tun?

Die wichtigste Voraussetzung für eine Reduzierung des Zähneknirschens oder Zähnepressens ist die Entspannung. Diese Entspannung vor dem Schlafengehen, kann man durch Entspannungstechniken, wie Yoga, Autogenes Training oder durch gezieltes Abschalten vom Alltag (ein Spaziergang vor dem Zubettgehen, kein Radio oder TV im Schlafzimmer etc. - siehe Schlaftipps Prof. Dr. Zulley) erreichen.

Die Schienentherapie wird nur in bestimmten Fällen therapeutisch unterstützend eingesetzt. Es handelt sich hier um eine laborgefertigte Kunststoffschiene, die nachts getragen werden soll. Sie entlastet das Kiefergelenk und wirkt muskelentspannend.